Mögliche Krankheiten

Unter Reptilien gibt es einige Mögliche Krankheiten über die es gut ist, Bescheid zu wissen. 

Rachitis

Rachitis ist eine under den Reptilien weit verbreitete und gefürchtete Krankheit. Wird sie aber  schnell erkannt, kann sie einfach behandelt und deren Vortschreiten verhindert werden. 
Unter Rachitis wird das aufweichen der Knochen verstanden. Dies kann passieren, wenn der Gecko zu wenig Kalzium bekommt oder Probleme bei der Kalziumaufnahme aufzeigt. Deswegen ist wichtig, die Futtertiere regelmässig vor der Verfütterung mit Vitamin D3 und Kalzium zu bestäuben. Die Leopardgeckos nehmen so über die Futtertiere das Kalzium zu sich. Auch geriebene Sepiaschale sollte in jedem Terrarium zur Verfügung stehen, damid die Tiere selbstständig mehr Kalzium zu sich nehmen können. Bekommt ein Tier Rachitis und wird dies nicht behandelt, kann es dazu kommen, dass durch die Knochenweiche, dass Tier nicht mehr laufen, sprich jagen kann und mit aufgeweichten Kieferknochen nicht mehr fressen kann. 
Wird dies aber früh bemerkt, ist die Behandlung sehr leicht. Dazu erzähl ich die Geschichte von Ryu: 

 

Trotz regelmässigen Bestäubens der Futtertiere, habe ich bei Ryu als sie gerade Mal 1 Jahr als war, bemerkt, dass sie ganz komisch läuft. Als ich sie auf meinem Bein hochlafen liess, schleiffte sie das eine Vorderbein so komisch nach. Jetzt, Leopardgeckos laufen so oder so etwas lustig und können manchmal Positionen einnehmen die Gummiknochen erahnen lassen. Aber was mir bei ihr auffiel, ist dass sie das eine Bein nicht mehr ganz ausstrecken konnte um ihren Körper über dem Boden zu halten. 
Ich habe gleich davon ein Video gemacht und mich bei meiner Züchterin informiert. Und sie vermutete Rachitis. Der Vorderbeinknochen  habe sich etwas aufgeweicht und an Tragkraft verloren. Ryu wirkte nicht als habe sie Schmerzen, dennoch wollte ich diese Situation schnellstmöglich verbessern. 
Das einfache und sehr Wirksame Mittel dafür war Kalziumzitrat. Das ist pures Kalzium, was man für wenig Geld in einer Drogerie bekommt. 
Ich habe für Ryu spezifisch täglich Käfer in dieses Kalziumzitrat getaucht und ihr direkt mit der Pinsette verfüttert, damit ich ein Auge darauf habe, dass SIE es frisst. Zusätzlich habe ich eine UVB Lampe montiert. Diese sollte helfen das Kalzium aufzunehmen. 
Gefühlte 2 Wochen später war von der Humpelbewegung nichts mehr zu sehen und diese kam auch nie wider zurück. 

 

Parasiten und Würmer

Auch Leopardgeckos können Würmer bekommen. Dies ist oft darauf zurück zu folgen, dass der Kot nicht regelmässig entfernt wird. Da Leopardgeckos sich in der Regel alle im Terrarium für eine Toilette entscheiden, also alle am selben Ort ins Stille Örtchen gehen, kann eine Anhäufung an Kot an der Stelle wo sie täglich hin machen, Würmer verursachen. Bekanntester Wurmbefall dieser Art sind Oxyuren. Deswegen sollte der Kot täglich entfernt werden.
Um der Gesundheit der Leopardgeckos Willen, sollten mindestens ein Mal jährlich, zwingend vor der Winterruhe, Kotproben aller Tiere zur Parasiten-Kontrolle eingeschickt werden. Positiv getestete Tiere müssen eine vom Tierarzt verschriebene Wurmkur machen. Das Terrarium muss dann zwingend Grundgereinigt werden. Das Substrat ersetzt und alle Höhlen und Verstecke für mindestens 2 Stunden  bei 100 Grad ausgebacken werden. Die Rückwand sollte, wenn diese nicht entfenrnt werden kann,  gereinigt und desinfiziert werden. 

 

Cryptosporidien


Cryptosporidien gehören zu den gefährlichsten Krankheiten für Leopardgeckos. Bei positiven Tieren besteht nur eine geringe Überlebenschance. Es gibt leider keine Impfung gegen Cryptosporidien. Die einzigen bekannten Massnahmen dagegen sind Hygiene im Terrarium und wenig Stress. Auch hier ist wider sehr wichtig neu dazu ziehende Tiere zuerst, wie oben beschrieben, in Quarantäne zu tun und Kotproben einzuschicken.  Während der Quarantäne sollte der direkte Kontakt von dem Tier in Qurantäne und den Anderen Tieren unbedingt bis zum Befund der Kotprobe gemieden werden. Bei der jährlichen Kotprobe vor der Winterruhe sollte auch auf Cryptosporidien untersucht werden. Anzeichen für Cryptosporidien können , rapider Gewichtsverlust, Nahrungsverweigerung, Durchfall, Letargie und Erbrechen sein. 
Cryptosporidien bekommt man zum Glück nicht einfach so. In der Regel wird diese Krankheit durch Kontakt mit anderen erkrankten Tieren eingeschleppt. Darum ist wichtig zum Beispiel auf Börsen, nicht jedes Tier in die Hand zu nehmen .

Legenot

Zum Thema Legenot möchte ich die Geschichte von Rauru erzählen. 
Legenot können Tiere bekommen, die trächtig sind, und keinen geeigneten Ablegeplatz finden, von den Mitbewohnenden oft gestört werden oder anatomische Fehlentwicklungen haben, wie ein zu kleines Becken. 
Bei Rauru müsste keines dieser bekannten Faktoren der Fall gewesen sein, weswegen mich die Situation sehr überrasch hat. 
In jenem Jahr habe ich zum ersten Mal mein Männchen ins Frauenhaus gelassen. Ich war natürlich sehr nervös und habe gehofft, dass alles nach Plan verläuft. Das sich die Mädels und mein Männchen vertragen und natürlich alle problemlos ihre Eier legen können. Ich habe das Terrarium so ausgebaut, dass es genügend Platz und Versteckmöglichkeiten für alle hatte und in jeder Ecke des Terrariums Feuchtboxen, welche die Weibchen in der Regel als Eiablageplatz nutzen, verteilt. Ich habe mich darauf geachtet verschiedene Feuchtigkeitsgrade zur Verfügung zu stellen damit es ja für jeden Geschmack etwas dabei hat. Und natürlich genug Sepiaschale zur Verfügung gestellt. 

Alles verlief soweit nach Plan und die ersten Eier wurden ohne Zwischenfälle gelegt. Gewisse hatten schon das zweite Mal gelegt. Ausser Rauru. 
Nun, da sie eine meiner grössten Weibchen war, sah ihr Bauch schon immer etwas schwanger aus, und es ist mir schwer gefallen den Moment fest zu halten, wann sie Eier im Bauch hatte. Als eine der grössten Weibchen, konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass sie Probleme haben könnte. 
Auf jeden Fall fiel mir nach einiger Zeit auf, dass sich doch nun sichtbar zwei Eier in ihrem Bauch abzeichneten. Von da an beobachtete ich sie mehr und nach 2 Wochen hat sie als einzige noch immer nicht begonnen zu scharren um einen Legeplatz zu suchen. 
Das Problem mit Leopardgecko Eiern ist, dass es sich um Weichschaleneier handelt. Das bedeutet, dass diese nach dem Legen weiter wachsen. Trägt ein Tier diese also zu lange im Bauch, könnten sie mit der Zeit zu gross zum Legen werden, was wiederum unbehandelt und nicht entfernt zum Tod führen kann. 
Nach 3 Wochen wurde mir die Sache zu gross und ich brachte sie zum Tierarzt. Und tatsächlich, Rauru hatte zwei gigantische Eier im Bauch. ( An Kalzium mangelte es ihr für die Eiproduktion wohl nicht.)


 

Aber etwas hinderte sie daran, diese Eier legen zu wollen. Lange Geschichte kurz, ich habe Keltoi, mein Männchen, aus dem Terrarium entfernt um ihr etwas mehr Ruhe zu geben und bei der Tierärztin Kalziumglukose und Wehenmmittel spritzen lassen. Ich wollte einen Kaiserschnitt fürs Erste verhindern. 
Sie hatte mittlerweile aufgehört zu Fressen, was zwar vor dem Legevorgang normal ist, aber da es so lange dauerte, einen immer dünneren Schwanz bekommen. Dies beunruhigte mich natürlich sehr.
Eine Woche später und eine zweite Spritzentour später, konnte die total erschöpfte Rauru (an einem Donnerstag Abend) ein massives Ei herausdrücken. Das Ei war weich und wirkte nicht befruchtet. Ich freute mich natürlich und gab ihr immer wider Wasser ein, damit sie nicht dehydrierte.
Ich war mir so sicher, sie würde dieses zweite  Ei noch legen und dann könnte ich sie mit Futterunterstützung wider aufpepeln. 
Aber ich freute mich zu früh. Sie wurde immer schwächer, und kämpfte gegen das Wassertringen und das Wehenmittel an. Lag letargisch im Terrarium herum und bewegte sich kaum. 
Nach allen Bemühungen ihr zu helfen, musste ich mich am Samstag Abend von meiner schönen Rauru verabschieden. 

So kann eine Legenot auch trotz aller Bemühungen schief gehen. Es muss aber nicht so sein! 
Manche Tiere können gleich nach dem Wehenmittel erfolgreich die Eier legen und haben nachträglich keine Probleme mehr. Manche Tiere werden Operiert und erholen sich wider. Alle meine Anderen Tiere legen regelmässig und ohne Mühe ihre Eier.